

1880
begannen der Canario Pedro Reid und der Brite L. Jones mit dem Anbau von Bananen.
Sie legten Plantagen mit der aus dem tropischen Asien stammenden kleinen Sorte
"Eanes Cavendish" an und sicherten der kanarischen Banane zu Anfang
des 20. Jahrhunderts ihren Platz auf dem britischen Markt. Nach Zuckerrohr,
Wein und Tabak in den Jahrhunderten davor folgte nun die nächste Monokultur.
Heute produziert La Palma gut ein Drittel der Ernte des kanarischen Archipels.
Die Banane ist immer noch der wichtigste Exportartikel.
Nachdem man in den letzten Jahren bestrebt war, die perfekten Bananen aus
Mittelamerika zu kopieren, besinnt man sich jetzt wieder auf die Vorteile
der robusten "Eanes Cavendish: Zwar klein, aber aromatisch und süß.
Trotz aller Bemühungen hat die kanarische Banane auf dem freien Markt
keine Chance. Herstellung und Vermarktung von einem Kilo Bananen auf den Kanaren
kosten circa 90 Cent, in Mittelamerika kalkuliert man mit circa 40 Cent.
Die Rentabilität des Anbaus ist nur duch Subventionen mit EU-Mitteln gewährleistet. Was sein wird, wenn diese Subventionen wegfallen, ist ungewiss.